GABI (Genomanalyse im biologischen System Pflanze) ist ein Verbundvorhaben, das durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) sowie durch privatwirtschaftliche Unternehmen gefördert wird („public-private-partnership“).
Auch in der dritten Förderperiode (GABI FUTURE, seit Mitte 2007) sind die Stärkung der deutschen Pflanzengenomforschung im internationalen Vergleich, die Etablierung eines nationalen Netzwerkes und die Herausbildung von Kompetenzzentren, Informationsgewinn über die Strukturen und die Funktionen wichtiger Pflanzengenome, Technologietransfer zwischen Forschungseinrichtungen und Wirtschaftsunternehmen, Patentierung und damit die Offenlegung von Forschungsergebnissen und Vertiefung der internationalen Zusammenarbeit sind die erklärten Ziele von GABI.
Die privatwirtschaftlichen Unternehmen sind im Wirtschaftsverbund für Pflanzengenomforschung GABI e.V. (WPG) zusammengefasst. Eine an GABI assoziierte Patent- und Lizenzagentur (GVS) hat die Aufgabe, erzielte Forschungsergebnisse zu kommerzialisieren und durch Lizenzrechte zu schützen. In den vergangenen Jahren gelang es durch das Programm GABI Wissenschaftler verschiedenster Fachrichtungen zueinander zu bringen.
Agrarwissenschaftler arbeiten mit Molekularbiologen und Phytopathologen mit Bioinformatikern zusammen. Diese Interdisziplinarität, in Verbindung mit dem gelebten Konzept des „public-private-partnerships“ macht GABI zu einem Erfolgsprogramm.
Auf der Webseite des Verbundes www.gabi.de finden Sie Informationen über die Vielzahl der GABI Projekte. Beteiligte Wissenschaftler können auf diesen Seiten genauso gefunden werden, wie Informationen über Arbeitstreffen, Workshops und offene Stellen im Forschungsverbund.
GABI SCC Geschäftsstelle
c/o Max Planck Institut für Molekulare Pflanzenphysiologie
Am Mühlenberg 1
14476 Potsdam
Dr. Matthias Arlt
Dr. Dirk Büssis
Tel.: +49 (0)331 567 83 03
Fax: +49 (0)331 567 89 83 03
marlt@mpimp-golm.mpg.de
www.gabi.de
Es braucht eine enge Zusammenarbeit unterschiedlicher Experten, um Licht in die verwirrenden Aktivitäten der Gene zu bringen und die Funktion von noch vielen unbekannten Zell-Bausteinen zu verstehen. Und genau dafür wurde das NGFN, das Nationale Genomforschungsnetz, geknüpft.
In einem weltweit einzigartigen Großprojekt ist es gelungen, wissenschaftliche Gruppen zu vernetzen. Der gemeinsame Strang, aus dem das Genomnetz geflochten ist, besteht aus dem Bemühen, diejenigen Krankheiten zu erforschen, die in Deutschland häufig vorkommen oder durch anhaltendes Leid und frühen Tod der Betroffenen von besonderer gesundheitspolitischer Bedeutung sind. Dazu zählen Krebs, die Herz- und Kreislauf-Erkrankungen und Erkrankungen des Nervensystems. Außerdem werden Krankheiten untersucht, die auf Infektionen und Entzündungen sowie Umweltfaktoren beruhen.
Die Forschergruppen der Krankheitsnetze wollen vor allem klären, welche Rolle unsere Gene bei der Entstehung dieser Krankheiten spielen. Die Gene programmieren den Schaltplan für alle Vorgänge in unserem Körper. Es ist wichtig zu wissen, welche Fehler in diesem Schaltplan zu einer Krankheit führen. Denn das ist die Weichenstellung für neue Therapien, die heilen können.
Auf dem Weg zur Erforschung der Krankheitsursachen stehen den Wissenschaftlern des NGFN nicht nur die besten Technologien zur Verfügung, sondern sie können auch auf die Expertise von Fachleuten auf dem Gebiet der Genomforschung, Bioinformatik und anderen Spezialdisziplinen zählen.
Diese intensive Kooperation von Wissenschaftlern aller Fachrichtungen ist in diesem Umfang "international wegweisend". Dies bestätigte eine internationale Expertenkommission im Frühjahr 2003. Sie bescheinigte auch, dass das NGFN für die Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands auf dem Gebiet der Krankheitsbekämpfung "von größter Bedeutung" sei.
Die Ziele des Nationalen Genomforschungsnetzes sind:
NGFN Geschäftsstelle
c/o Deutsches Krebsforschungszentrum - DKFZ
Im Neuenheimer Feld 280, V025
D-69120 Heidelberg
Dr. Silke Argo
Tel.: +49 (0)6221 424743
Fax: +49 (0)6221 423454
s.argo@dkfz.de
www.ngfn.de
Für das menschliche Auge zwar unsichtbar, sind sie doch überall anzutreffen: im Boden wie im Wasser, in der Luft, in Assoziation mit Pflanzen, Tieren oder dem Menschen. Bakterien stellen einen immensen Anteil der Biomasse der Erde. Als Erreger von Infektionskrankheiten bedrohen Bakterien nicht nur die menschliche Gesundheit, sondern verursachen darüber hinaus auch in der Landwirtschaft als Erreger von Pflanzen- und Tierkrankheiten jährlich einen enormen volkswirtschaftlichen Schaden. Demgegenüber steht jedoch ein großes marktwirtschaftliches Potential, da Bakterien aufgrund ihrer vielfältigen Stoffwechselleistungen einen wichtigen Beitrag für eine energie- und ressourcenschonende Optimierung von industriellen Produkten und Prozessen leisten können.
Das Förderkonzept „GenoMik“ (Genomforschung an Mikroorganismen) ist eine im Jahr 2001 vom deutschen Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) initiierte Forschungs- und Förderinitiative zur Genomforschung an wissenschaftlich, klinisch und wirtschaftlich relevanten Bakterienarten. Nachdem in den ersten beiden „GenoMik“-Förderphasen (2001-2004 und 2004-2006) die Entschlüsselung der bakteriellen Genomsequenzen im Mittelpunkt stand, liegt im Nachfolgeprogramm „GenoMik-Plus“ (Genomforschung an Mikroorganismen für industrielle Produktion, Ernährung, Umwelt und Gesundheit; Förderzeitraum 2006-2009) das vorrangige Ziel in der funktionellen Analyse der Bakteriengenome.
Im Rahmen dieser Forschungsinitiative werden bundesweit drei Genomforschungsnetzwerke gefördert:
GenoMik - Genomforschung an Mikroorganismen
c/o Universität Bielefeld
Postfach 100131
33501 Bielefeld
Dr. Dietrich Trzeciok (BiotechGenoMik Göttingen)
Dr. Petra Ehrenreich (BiotechGenoMik Göttingen)
Dr. Gabriele Gerlach (PathoGenoMik Würzburg)
Dr. Werner Selbitschka (GenoMik Bielefeld)
Tel.: +49 (0)521 10656 04
Fax: +49 (0)521 10656 26
werner.selbitschka@genetik.uni-bielefeld.de
www.genomik-plus.de
Funktionelle GenomAnalyse im Tierischen Organismus
Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) hat mit der Ausschreibung und Bewilligung von FUGATO der nationalen Genomforschungslandschaft einen weiteren Forschungsschwerpunkt hinzugefügt.
Während sich die bisherige BMBF-Förderung bislang im Wesentlichen auf die Forschung im Bereich der pflanzlichen Genomforschung (GABI), der Mikroorganismen (GenoMik) und auf die Erforschung von humanen Krankheitsursachen und Therapiemöglichkeiten (NGFN), konzentrierte, sollen jetzt mit Hilfe von FUGATO neue Wege aufgezeigt werden, wie insbesondere die Gesundheit der Tiere und die Produktqualität verbessert werden kann.
Der Grundstein für die Fördermaßnahme FUGATO wurde mit einem umfassenden Workshop am 12./13. Dezember 2002 in Berlin gelegt, wo sich Wirtschaft und Wissenschaft trafen, um gemeinsam den Bedarf für die "Funktionelle GenomAnalyse im Tierischen Organismus" zu diskutieren und zu formulieren.
Bis zum 18.06.2004 wurden insgesamt 14 Verbundprojekt-Skizzen beim Projekträger Jülich eingereicht, von denen nach einer Begutachtung durch den Wissenschaftlichen Beirat sechs Verbundprojekte der Tierarten Rind, Schwein und Huhn zur Förderung empfohlen wurden.
Diese Projekte bilden ein Netzwerk der führenden akademischen Institute unter Beteiligung der Wirtschaft, vor allem aus dem Bereich der Tierzucht.
Die Forschungsschwerpunkte dieser Projekte liegen in den Bereichen Tiergesundheit sowie Produktqualität, dienen also sowohl dem Tierschutz als auch dem Verbraucher.
Da die Merkmale der Tiergesundheit und der Produktqualität in der Regel komplexer, multifaktorieller Art und durch eine geringe Heritabilität charakterisiert sind, ist der genetische Fortschritt durch konventionelle Zuchtprogramme begrenzt.
Aus diesem Grund soll durch die Integration von funktioneller Genomik (Transkriptomik, Proteomik, Metabolomik) und tierzüchterischer Praxis in Zukunft auch bei Merkmalen mit niedriger Erblichkeit eine gezielte Selektion möglich sein.
(FUGATO-Sekretariat)
FUGATO - Funktionelle GenomAnalyse im Tierischen Organismus Adenauerallee 174
Dr. Janet Staack
Tel.: +49 (0)228 91447-61
Fax: +49 (0)228 91447-66
jstaack@fugato-sekretariat.de
www.fugato-forschung.de